Antoniterkirche

27. Januar 1945 - 27. Januar 2011

Erinnern - eine Brücke in die Zukunft

Zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in der Kölner Antoniterkirche

Seit 1996 der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hat, findet jedes Jahr in der Antoniterkirche die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Köln statt. Jedes Jahr wird dabei an eine andere Gruppe von Menschen erinnert. Seit 2005 gilt der Gedenktag weltweit.
26. Januar 2012, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
"Rückkehr in die Fremde – jüdische Kölnerinnen und Kölner kehren nach 1945 in die Stadt zurück"

Die zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945) wird im Jahr 2012 wegen des Shabbats bereits am Donnerstag, 26. Januar, 18 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, begangen. Thema dieses Jahr: "Rückkehr in die Fremde – jüdische Kölnerinnen und Kölner kehren nach 1945 in die Stadt zurück". An die Gedenkveranstaltung schließt sich gegen 19.30 Uhr ein Mahngang zum Offenbachplatz, den Ort der ehemaligen Synagoge, an.
2012 stehen die Kölnerinnen und Kölner im Mittelpunkt, die in der NS-Zeit wegen ihrer jüdischen Herkunft und aus rassistischantisemitischen Gründen verfolgt wurden. Manche konnten der Verfolgung durch Emigration entkommen, nur wenige überlebten die Vernichtungslager, einzelne wurden durch mutige Menschen gerettet, die ihnen in Köln oder Umgebung ein Versteck oder die Flucht ins Ausland ermöglichten. Die Überlebenden sind gezeichnet von der sozialen Ausgrenzung und Entrechtung, von tiefster Demütigung und brutaler Misshandlung, von Zwangsarbeit und der Anwesenheit des Todes.
Mit der Rückkehr aus Versteck, Lager und Emigration war für sie die Hoffnung verbunden, an das Leben vor der Verfolgung anknüpfen zu können. Doch dies gelang nur wenigen. Viele hatten ihre nächsten Angehörigen verloren, sie waren entwurzelt, die Lebenswege abgeschnitten, oft völlig zerstört.
Die Gedenkveranstaltung zeichnet dies an den Lebensläufen von Bruno Kisch, Margret Busher, Malka Schmuckler, Herbert Lewin, Moritz und Helmut Goldschmidt nach und erinnert an jene, die die Mühen des Neuanfangs in der Stadt auf sich genommen und damit zum demokratischen Wiederaufbau der Kölner Gesellschaft beigetragen haben.
Es wirken mit:
Axel Gottschick, Schauspieler
Ingeborg Haarer, Schauspielerin
Marion Mainka, Schauspielerin
Professor Igor Epstein, Musiker
Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin
Projektgruppe Gedenktag
27. Januar 2011, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
"Sie wollten ein besseres Deutschland…"
2011 wird besonders an die überlebenden Kölnerinnen und Kölner, die während der NS-Zeit Widerstand leisteten und aus politischen Gründen verfolgt wurden erinnert. Ihre Erfahrungen nach der Befreiung 1945 und ihr Wirken in ihrer Heimatstadt stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Als im Mai 1945 Kölner Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald zurückkamen, einte sie der dort abgelegte Schwur: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!“ Mit gleichen Absichten kamen Nazigegnerinnen und -gegner aus dem Exil, aus Zuchthäusern und aus dem Leben in der Illegalität zurück. Sie alle wollten ein besseres Deutschland aufbauen. Über Jahrzehnte forderten zurückgekehrte Kölner Nazigegnerinnen und -gegner, die für NS-Verbrechen Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Diese konnten zum Teil unangefochten in dieser Stadt leben. Auch Kurt Lischka, der verantwortlich war für die Deportation tausender Jüdinnen und Juden aus Frankreich in die Vernichtungslager, lebte unbestraft in Köln, obwohl er in Frankreich schon 1950 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Proteste im In- und Ausland führten erst 1979 dazu, dass er in Köln vor Gericht gestellt und wegen Beihilfe zum Mord zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde.
27. Januar 2010, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
Bei einer Gedenkveranstaltung in der Antoniterkirche, Schildergasse, Köln-Innenstadt, stellten Schülerinnen und Schüler des Apostelgymnasiums, der Chor VIP-Voices In Peace, die Schauspieler Marion Mainka und Bastian Sierich sowie die Projektgruppe Gedenktag die Schicksale Kölner Kinder vor. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes sprach ein Grußwort.
Im Anschluss begann ein Mahngang zur Jawne, dem ehemaligen jüdischen Gymnasium in der St.-Apern-Straße. Über die Veranstaltung berichtet unter anderem dieser Artikel.
27. Januar 2009, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
"Es gab sie, die Helfer, die Mut zur Zivilcourage hatten!"
Hier das Programm der Veranstaltung.
27. Januar 2008, 14:30 Uhr, Antoniterkirche
Gebrandmarkt mit dem gelben Stern - Juden und Jüdinnen in und nach der NS-Zeit
Hier finden Sie einen Artikel zur Veranstaltung.
27. Januar 2007, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
Unter dem schwarzen Winkel: "Asoziale" und "Minderwertige" in der NS-Zeit
Anschließend Mahngang zum Bahnhofsvorplatz
Weitere Informationen
27. Januar 2006,  18:00 Uhr, Antoniterkirche
Deserteure, „Wehrkraftzersetzer“ und Kriegsdienstverweigerer
27. Januar 2005 , 18:30 Uhr, Antoniterkirche
Der Befreiung von Nazi-Diktatur und Gewaltherrschaft
Anschließender Gang zum ELDE-Haus am Appelhofplatz
27. Januar 2004, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
Den Opfern von Zwangssterilisation und "Euthanasie"
Anschließender Gang zum Josef-Haubrich-Hof und Kranzniederlegung am Gesundheitsamt
27. Januar 2003, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
Den politisch verfolgten Männern und Frauen
27. Januar 2002, 18:00 Uhr, Antoniterkirche
Den lesbischen und schwulen Opfern des Nationalsozialismus

Erinnerung an die Toten der Weltkriege

Der "Schwebende" von Ernst Barlach in der AntoniterCityKirche.
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Das jüdische Köln