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Monatliche Gedenkfeiern für Unbedachte
„Bereite in unseren Herzen den Weg, der hinaufführt zu dir“ - so wird gebetet bei den monatlichen Gottesdiensten für die Unbedachten, bei jener Feier, in der an die Menschen gedacht wird, die ohne eine eigene Feier beerdigt wurden. Das Gebet verbindet die Lebenden mit den Toten. Als eine Gemeinschaft der Christen soll niemand aus der gemeinsamen Mitte gehen, ohne dass seiner gedacht und für ihn gebetet wird. Für diese Menschen, die ohne Trauerfeier beerdigt worden sind, wird seit Herbst 2006 an jedem dritten Dienstag eines Monats ein Gedenkgottesdienst in Köln gefeiert. Die ökumenischen Feiern finden im jährlichen Wechsel in den Kirche(n) am Neumarkt (Antoniterkirche und St. Aposteln) statt: bis November 2010 in St. Aposteln, danach wieder ein Jahr lang in der Antoniterkirche. Durch die Teilnahme an diesem Gottesdienst drücken viele Menschen aus unserer Stadt und ihren Kirchengemeinden ihr christliches und gesellschaftliches Engagement aus - damit möglichst kein Mensch aus unserer Mitte unbedacht zu Grabe getragen wird. Initiiert hat diese Gedenkfeiern ein Initiativkreis aus Katholiken und Protestanten. Gemeinsam mit der Stadt Köln und dem Bestatterverband wurde dieser regelmäßige Gedenkgottesdienst verabredet. Allein das Ordnungsamt der Stadt Köln muss monatlich etwa 70 Menschen ausschließlich ohne Trauerfeier bestatten lassen, weil es keine anderen Auftraggebenden gibt. Darüber hinaus finden zunehmend Bestattungen ohne Trauerfeier und ohne sichtbares Grab statt. Bislang fehlte für diese Verstorbenen ein Ort des Gedenkens. Als Erinnerung an die unbedacht Verstorbenen dient ein Gedenkbuch unter dem Kruzifix am Taufstein in der Antoniterkirche. Dort werden die bekannt gewordenen Namen der in Köln ohne Trauerfeier Bestatteten schriftlich festgehalten. Dieses Buch hält die Erinnerung an die Verstorbenen wach und schafft dauerhaft einen öffentlichen Ort des Gedenkens. Während des Gottes-dienstes werden die Namen aus dem Buch verlesen. Anschließend wird es in feierlicher Prozession zum Gedenkort getragen.
Im November 2010 fand unter großer öffentlicher Beteiligung die Überführung des "Gedenkbuches für die Unbedachten" von St. Aposteln zur Antoniterkirche statt.
Beim Gottesdienst am Dienstag, 15. November, erfolgt die Translation des Gedenkbuches nach St. Aposteln: Beginn um 18 Uhr in der Antoniterkirche. Von Dezember 2011 bis November 2012, werden die Gottesdienste dann in St. Aposteln gefeiert, danach dann wieder in der Antoniterkirche.
St. Aposteln - eine der Kirche(n) am Neumarkt. Foto (c) AntoniterCityKirche
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Kerzenbaum in der Antoniterkirche
Foto: Stefan Rahmann
Totengedenken - Mitten im Leben
Barlachs Engel - Gedenkfen für die Opfer der Weltkriege
Immer einen Besuch wert: Der Schwebende von Ernst Barlach in der Antoniterkirche Köln. Weitere Informationen.
Artikel zu den Gedenkfeiern für Unbedachte
Matthias Pesch berichtet am 23. April 2008 im Kölner Stadt-Anzeiger. Stefan Rahmann berichtet am 29. November 2007 für kirche-koeln.de
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