Was ist mir für mein Leben wichtig?
Viele Menschen stellen sich diese Frage. Und sie finden darauf sicherlich ganz unterschiedliche Antworten.
In der Kircheneintrittsstelle führen wir zu diesem Thema Gespräche unter einem besonderen Aspekt. Das Hauptthema der Eintrittswilligen ist der Wunsch: Ich möchte wieder einer Kirche angehören. Manchmal heißt es auch: Ich möchte einer anderen Kirche angehören. Gemeinsam ist vor
allem die Feststellung: Mir ist mein Glaube, mir ist mein Vertrauen auf Gott wichtig. Das habe ich nie verloren. Darauf verlasse ich mich auch heute noch. Andere haben nach mehr oder weniger langer Zeit in ihrer Gemeinde eine neue Heimat gefunden. Das soll sichtbar werden.
Immer wieder hören wir dabei, dass den Eintretenden die Familie sehr am Herzen liegt. So haben etwa die Kinder gute Erfahrungen im Kindergarten oder im Kindergottesdienst gemacht. Manche junge Menschen haben in ihrer Kirchengemeinde einen neuen Mittelpunkt gefunden, ob in der
Jugendarbeit oder im Konfirmandenunterricht. Oft sind die Elternoffen gegenüber den neuen Interessen der Kinder und schließen sich ihnen gerne an. Oder sie beginnen gerade selbst bewusst einen neuen Lebensabschnitt.
Was ist Menschen wichtig? Das bleibt nicht immer gleich im Laufe der Zeit. Da werden andere Prioritäten gesetzt, eine Veränderung der Familiensituation lässt alles in einem neuen Licht erscheinen. Besondere Lebenserfahrungen bringen neue Einsichten.
Veränderungen – so spüren wir – sind ein wesentlicher Teil des Lebens. Uns ist wichtig, nach der Kraft zu fragen, die gebraucht wird. Es ist schön, Menschen auf ihrem Weg ein kleines Stück begleiten zu dürfen.
Eine herzliche Einladung zur 10-Minuten-Andacht am Donnerstag, 17. Juni 2010, 18 Uhr. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gespräch im Großen Saal im Gemeindehaus an der Antoniterkirche für alle, die in den letzten
Jahren (wieder) in die Evangelische Kirche eingetreten sind.
Eckart Schubert
Für das Team der Kircheneintrittsstelle