Gottesdienst für die Unbedachten in Köln

Gottesdienst für die Unbedachten

Bereite in unseren Herzen den Weg, der hinauf führt zu dir!
Das Gebet verbindet die Lebenden mit den Toten.

Gottesdienst für die Unbedachten - ein Ökumenisches Angebot in Köln

Aus der Mitte der christlichen Gemeinschaft soll niemand gehen, ohne dass seiner gedacht und für ihn gebetet wird. Darum wird in Köln in ökumenischer Eintracht der "Unbedachten" - jener Menschen, die ohne eine eigene Feier beerdigt wurden - bei den monatlichen Gottesdiensten im gemeinsamen Gebet gedacht:


Wer sie geliebt und geachtet hat, trage diese Liebe und Achtung weiter. Wen sie geliebt haben, danke ihnen alle Liebe. Wer ihnen etwas schuldig geblieben ist an Liebe in Worten und Taten, bitte Gott um Vergebung. Und wem sie wehgetan haben sollten, verzeihe ihnen wie Gott uns vergibt, wenn wir ihn darum bitten. Was sie an Einsamkeit erlebt haben, umfange du, Gott, nun mit deiner Nähe. So nehmen wir Abschied mit Dank und im Frieden.

Seit 2006 wird dieser Gedenkgottesdienst für die Unbedachten regelmäßig gefeiert - an jedem dritten Dienstag eines Monats. Die ökumenischen Feiern finden im jährlichen Wechsel in den Kirche(n) am Neumarkt statt, in der Antoniterkirche und in  St. Aposteln: bis zum November 2017 in der AntoniterCityKirche, danach wieder in der Basilika St. Aposteln am Neumarkt.

Mit ihrer Teilnahme am Gottesdienst drücken viele Menschen ihr christliches und gesellschaftliches Engagement aus, damit nach Möglichkeit kein Mensch aus unserer Mitte "unbedacht" zu Grabe getragen wird. Initiiert hat diese Gedenkfeiern ein Initiativkreis aus Katholiken und Protestanten. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Köln sowie dem Bestatterverband wurde dieser regelmäßige Gedenkgottesdienst verabredet.

Gedenkbuch und Gedenkkerze für die Unbedachten unter dem Kruzifix am Taufstein in der Antoniterkirche

In einem Gedenkbuch unter dem Kruzifix am Taufstein in der Antoniterkirche sind die Namen von der Stadt Köln ohne Trauerfeier Bestatteten verzeichnet. So hält dieses Buch die Erinnerung an die Verstorbenen wach und schafft dauerhaft einen öffentlichen Ort des Gedenkens. Während des Gottesdienstes werden die Namen aus dem Buch verlesen. Anschließend wird es in feierlicher Prozession zum Gedenkort getragen.

Jedes Jahr im November findet unter großer öffentlicher Beteiligung, gemeinsam mit Bürgermeister/in, Stadtsuperintendent und Stadtdechant die Überführung des "Gedenkbuches für die Unbedachten" von der einen Kirche zur anderen statt, in einer Prozession über den Neumarkt und die Schildergasse.

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Translatio des Gedenkbuchs beim Gottesdienst für die Unbedachten

Translatio des Gedenkbuches nach St. Aposteln