Evangelischer Gottesdienst mit Oekumenischer Choralschola in der Antoniterkirche Köln

Oekumenische Choralschola Köln

Das Wort Gottes zum Klingen bringen ...

Die Oekumenische Choralschola Köln singt gregorianische Choräle im Gottesdienst in der Antoniterkirche Köln

In der 2005 gegründeten Oekumenischen Choralschola Köln an der Antoniterkirche pflegen zurzeit acht Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Manfred Loevenich M.A. den Gregorianischen Choral als gesungene Verkündigung.

Die intensive persönliche Auseinandersetzung ermöglicht den Singenden wie den Hörenden eigene geistliche Erfahrungen. Singen bezieht den Menschen umfassend mit Körper, Seele und Geist – in die Aufnahme des geistlichen Inhaltes mit ein. Der Gregorianische Choral verlebendigt das Wort Gottes, verleiht ihm die Dimension unmittelbarer Erfahrung. Der Gregorianik-Wissenschaftler Luigi Agustoni betont: Es ist nicht nur der ungewohnte und archaische Charakter der Melodien, der diese Anziehungskraft ausübt, sondern letzten Endes der sich in ihm offenbarende religiöse Urgrund. Der Gregorianische Choral, gesungenes Wort Gottes, bereichert uns umso mehr, als wir uns ihm in einer offenen, erwartungsvollen und betenden Haltung nähern. Dies gilt für die Ausführenden und für die Hörenden.

Der nächste Gottesdienst, in dem die Choralschola die musikalische Verkündigung gestaltet, ist der Gottesdienst zur Sterbestunde des Herrn

Karfreitag, 14. Februar 2017, 15 Uhr – mit Kreuzverehrung und Improperien (Heilandsklagen)

Christus factus est pro nobis obediens
usque ad mortem, mortem autem crucis.
Propter quod et Deus exaltavit illum
et dedit illi nomen, quod est super omne nomen.

Gesang nach dem Christushymnus im Philipperbrief 2,8-9:

Christus erniedrigte sich selbst und ward gehorsam
bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
Darum hat ihn auch Gott erhöht
und hat ihm den Namen gegeben,
der über alle Namen ist.

Die Gemeinde ist herzlich eingeladen, in diesem Gottesdienst Anteil zu haben am Leiden und am Erlösungwerk unseres Heiland. In der Verehrung des Kreuzes und in der Begegnung mit dem Gekreuzigten vergegenwärtigen wir uns die große Liebe Seines Lebens, Leidens und Sterbens für uns.

O Haupt voll Blut und Wunden,
voll Schmerz und voller Hohn,
o Haupt, zum Spott gebunden
mit einer Dornenkron,
o Haupt, sonst schön gezieret
mit höchster Ehr und Zier,
jetzt aber hoch schimpfieret:
Gegrüßet seist du mir!

Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod,
und lass mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot.
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
dich fest an mein Herz drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.

Paul Gerhardt (1656) nach dem gregorianischen Hymnus Salve caput cruentatatum (vor 1250), EG 85, 1 und 10

Sängerinnen / Sänger mit Interesse am Gregorianischen Choral (Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt) können sich zum Kennenlernen unserer Schola über die E-Mail-Adresse kontakt@dacaf4e2b9974289919c7e444a8faf18antonitercitykirche.de beim Scholaleiter Manfred Loevenich melden!

Oekumenische Choralschola an der Antoniterkirche Köln unter der Leitung von Manfred Loevenich