Führungen zum jüdischen Köln

Jüdisches Köln erkunden Rundgänge der AntoniterCityTours am 9. und 10. November.
Führungen zum jüdischen Köln

Mahnmale der Erinnerung
Rundgang mit Günter Leitner
Samstag, 09.11.2019 11:00 Uhr
Stadtführer Günter Leitner besucht in dieser besonderen Führung die Mahnmale der Erinnerung in Köln. Darunter sind das Edith-Stein-Denkmal, das Denkmal des Unbekannten Deserteurs, das El-DE- Haus, der Offenbachplatz, der Lern- und Gedenkort Jawne, Ernst Barlachs Schwebender in der Antoniterkirche und die Trauernden Eltern von Käthe Kollwitz in Alt St.-Alban.
Treffpunkt: St. Maria im Kapitol, Lichhof
Preis: 10,- Euro / 8,- Euro

Jüdisches Leben in Köln - Eine Spurenlese zum 9. November
Historische Führung mit Dr. Ute Fendel
Samstag, 09.11.2019 17:00 Uhr
Anlässlich des Gedenkens an die sogenannte "Reichspogromnacht" vor achtzig Jahren begeben wir uns auf die Spuren des einst so kulturell reichen und vielfältigen jüdischen Lebens in Köln. Beginnend am Mahnmal "Die Schwelle" - zum Gedenken an die in Zügen der Deutschen Reichsbahn Deportierten - führt der Weg zu dem vom jüdischen Künstler Dani Karavan gestalteten Environment "Ma'alot". Von dort aus geht der Blick zu den alten Messehallen, die als Sammellager dienten. Die Bürgerstraße, in der Moses Hess und Andreas Gottschalk, die beide eine wichtige Rolle rund um das "Revolutionsjahr" 1848 spielten, ihren Wohnsitz hatten, führt uns in das alte jüdische Wohnviertel vor dem Rathaus. Das Dischhaus, wo sich der Sitz des Kulturbundes Rhein-Ruhr befand, und der Offenbachplatz, wo die von Abraham von Oppenheim gestiftete, 1938 zerstörte Synagoge stand, sind weiterere Stationen. Geschlossen wird der Rundgang am Dr. Erich-Klibansky-Platz mit Jawne und Löwenbrunnen, der 1997 auf Initiative des Synodalbeauftragten für das jüdisch-christliche Gespräch, Dieter Corbach, und seiner Frau Irene entstand.
Treffpunkt: Vor Eingang "Wartesaal am Dom", Chargesheimerplatz/ Ecke Johannisstraße 11
Preis: 10,- Euro / 8,- Euro

Jüdisches Köln
Historische Führung mit Manfred Höffken
Sonntag, 10.11.2019 11:00 Uhr
Bei diesem Rundgang durch das (ehemalige) jüdische Köln wird immer auch an die Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 erinnert. Die jüdischen Mitbürger Kölns wurden nach der Machtergreifung Hitlers systematisch entrechtet. Nach den Maßnahmen gegen jüdische Geschäfte, den Nürnberger Rassegesetzen und der Reichspogromnacht vom November 1938 sahen viele Kölner Juden nur noch die eine Möglichkeit, ihr Leben durch eine Flucht ins benachbarte Ausland zu retten. Insgesamt etwa 12.000 Juden wurden sogar noch bis in die letzten Kriegstage im Februar 1945 vom Bahnhof Köln-Deutz Tief mit Güterwaggons in die Todeslager im Osten transportiert und dort ermordet. Nur wenige überlebten den Holocaust. Die Führung begibt sich zu den Orten jüdischen Lebens in Köln: in die St.-Apern-Straße zum ehemaligen jüdischen Reform-Realgymnasium "Jawne", zur Synagoge in der Roonstraße und zum Offenbachplatz an der Nord-Süd-Fahrt. Weiter über die Schildergasse mit dem ehemaligen Kaufhaus des Leonard Tietz zur Archäologischen Zone am Kölner Rathaus. Dort wird in etwa drei Jahren ein jüdisches Museum entstehen, das - unter anderem - an eine andere Zeit jüdischen Lebens in Köln erinnern soll.
Treffpunkt: WDR Funkhaus, Wallrafplatz 5
Preis: 10,- Euro / 8,- Euro

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