Bachkantaten an der evangelischen Antoniterkirche Köln

Bachkantaten an der Antoniterkirche

Altarraum der Antoniterkirche Köln mit Barlachs Schwebenden und Kruzifix II sowie Taufstein - fotografiert von der Orgelempore

Nachdem die beiden Bachkantaten im April und Mai wegen Corona ausfallen mussten, haben wir im September die Kantatenreihe wieder gestartet.
Weil Chorgesang im Moment problematisch ist, und weil wir unser Platzangebot für Zuhörerinnen und Zuhörer zurückfahren mussten, haben wir uns entschlossen, die Reihe vorerst in einer abgespeckten Version durchzuführen.
Statt Bachkantaten wird es kleinere Kantaten von Telemann, Buxtehude und anderen Komponisten der Barockzeit geben, ohne Chorbeteiligung und mit sparsamer Orchesterbesetzung. Den „Bachanteil“ wird die Orgel übernehmen.

Die nächsten Termine:
Sonntag, 6.12.2020 um 18:00 Uhr
Georg Ph. Telemann: "Vor des lichten Tages Schein"  / Orgelwerke von
Johann Seb. Bach
Gertraud Talhammer, Sopran
Christoph Mayer, Violine
Mathias Hudelmayer, Violoncello
Susanne Rohland-Stahlke, Orgelcontinuo
Johannes Quack, Orgel
Leitung: Susanne Rohland-Stahlke

Sonntag, 3.1.2021 um 18:00 Uhr
Melchior Hoffmann: "Meine Seele rühmt und preist" / Orgelwerke von
Johann Seb. Bach
Johannes Klüser, Tenor
ein Instrumentalensemble
Leitung und Orgel: Johannes Quack

Bachkantaten an der Antoniterkirche Köln
Geschichte der Bachkantaten an der Antoniterkirche

Im Bach-Jahr 1985 gab es im evangelischen Köln neben unzähligen Konzerten zu Ehren des Thomaskantors auch ein sehr ambitioniertes Projekt für eine besondere Gottesdienstreihe: ein ganzes Jahr lang wurde an jedem Sonntag im Abendgottesdienst der Antoniterkirche eine Bachkantate aufgeführt.

Ausführende waren Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen aus dem Gebiet des gesamten Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region. Die Reihe wurde ein solcher Erfolg, dass sie im Folgejahr nicht einfach eingestellt werden sollte - und so wird sie seit 1986 in veränderter Form weitergeführt: an jedem ersten Sonntag im Monat (von drei Monaten Sommerpause abgesehen), kann man seitdem in der Antoniterkirche ein Werk aus Bachs großem Kantatenschaffen hören, eingebunden in den liturgischen Rahmen eines Gottesdienstes.

Im Bach-Jahr 2000 sowie im Jahr 2005, zum 20jährigen Bestehen der Reihe, gab es jeweils besondere Veranstaltungen zum Thema Bachkantatengottesdienste, von denen etwa die Aufführung von Teilen des Weihnachtsoratoriums als Krippenspiel sicher vielen noch in Erinnerung ist.

Eine kleine Tradition innerhalb der Kantatenreihe bilden seit 1991 die "Bachkantaten zum Mitsingen", die mindestens einmal im Jahr angeboten werden.