Evangelischer Gottesdienst mit Oekumenischer Choralschola in der Antoniterkirche Köln

Oekumenische Choralschola Köln

Das Wort Gottes zum Klingen bringen ...

Die Oekumenische Choralschola Köln singt gregorianische Choräle im Gottesdienst in der Antoniterkirche Köln

„Musik ist die Seele der Liebe, denn sie ist das Berühren des Göttlichen mit dem Menschlichen.“ (Bettina von Arnim)

Der Gregorianische Choral – der weltweit älteste schriftlich überlieferte Liturgiegesang – bringt dies sinnfällig zum Ausdruck:

Die Verbindung von Wort und Musik, der Farbenreichtum der Tonarten und der hochdifferenzierte Rhythmus machen die Ausdruckskraft dieser Gesänge so faszinierend und einmalig. ... Die Texte der einstimmigen lateinischen Gesänge gehen meist auf die Bibel, vor allem auf die Psalmen zurück. Diese spiegeln die wichtigsten Facetten des menschlichen Lebens wider." (Prof. Christoph Hönerlage)

Meist älter als tausend Jahre, zeugen die Gesänge von einer tiefen theologischen Reflexion und geistlichen Durchdringung. Im Singen und Hören wird der gesamte Mensch körperlich in die Aufnahme des geistlichen Inhaltes miteinbezogen. Der Gregorianische Gesang lässt das Wort Gottes konkret und lebendig werden und verleiht ihm die Dimension unmittelbarer Erfahrung.

Prof. Luigi Agustoni, ein großer Gregorianikforscher und -lehrer des 20. Jahrhunderts, gestorben 2004, brachte dies auf den Punkt: „Es ist nicht nur der ungewohnte und archaische Charakter der Melodien, der diese Anziehungskraft ausübt, sondern letzten Endes der sich in ihm offenbarende religiöse Urgrund.“

In der 2005 gegründeten Oekumenischen Choralschola Köln an der Antoniterkirche widmen sich derzeit zehn Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Manfred Loevenich der anspruchsvollen und beglückenden Aufgabe, „den Reichtum der über Jahrhunderte verschütteten Gesänge neu hörbar zu machen“ (C. Hönerlage). In der fachlichen Beratung unterstützt Pfarrer Daniel Rösler kompetent die Schola-Arbeit, insbesondere auf dem Gebiet der Restitution und Deutung des Neumenbefundes. In den „Neumen“ genannten Zeichen, die vor allem vom 9. bis zum 11. Jahrhundert den Texthandschriften der Gesänge hinzugefügt wurden, sind die Dirigierbewegungen des Kantors niedergeschrieben. Das äußerst differenzierte Zeichensystem überliefert die Interpretation der Gesänge bis in größte Feinheiten.

Bis auf Weiteres gelten die aktuell für geschlossene Räume vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln. Wir informieren Sie zeitnah über den neuesten Stand der entsprechenden Vorgaben.

Die Schola sucht weitere Sängerinnen und Sänger. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, dafür ein lebendiges Interesse am Gregorianischen Choral.

Zum Kennenlernen melden sich Interessierte unter kontakt@7c6a9a0e0282498aa6e15b6aa6e4f838antonitercitykirche.de beim Scholaleiter Manfred Loevenich.

Oekumenische Choralschola an der Antoniterkirche Köln unter der Leitung von Manfred Loevenich

Foto: Engelbert Broich